vor der Reformation

Die Malanser Kirche wird erstmals um die Mitte des 12. Jahrhunderts in den Urkunden genannt. Archäologische Spuren führen aber noch tiefer in die Vergangenheit: Während der umfassenden Renovation 1979/80 veranlasste der Archäologische Dienst Graubündens Forschungsgrabungen im Chor. Die Grabungen ergaben, dass an der Stelle unserer heutigen Kirche schon vier Vorgängerinnen gestanden hatten. Um 1469 erfolgte ein Neubau. Das Datum ist im Chorgewölbe zu sehen.

Reformation

1526 beginnt in Malans die Reformation. Pfarrer Ulrich Bolt aus Fläsch predigt in Malans. Auch Pfarrer Blasius, ein enger Freund und späterer Mitarbeiter von Comander in Chur, war eine Zeit lang in Malans tätig.

Bündner Wirren

1622, zur Zeit der so genannten Bündnerwirren, wurden die Glocken gestohlen. Erst 1639, als sich die wirtschaftliche Lage der Gemeinde gebessert hatte, konnten die fehlenden Glocken wieder ersetzt werden.

Renovationen 17. bis 20. Jahrhundert

Um 1642 erfolgten umfassende Renovationsarbeiten an Kirche und Turm: Der Turm wurde erhöht, der Kirchturm bekam einen neuen Helm.
1665 erfolgte eine Erweiterung des Schiffs durch die originelle Vorhalle. Die Vorhalle dient auch dazu, die Empore zu tragen. In der Vorhalle der Kirche stehen 6 Epitaphe der Familien Planta und Salis. Die Epitaphe stammen aus der Zeit um 1700.
1670 stifteten die Brüder Planta den Taufstein aus rotem Marmor.
1673 bekam der Kirchturm eine neue Uhr.
1772/73 wurde die Kirche renoviert. Die gotische Flachdecke des Schiffes wurde durch das barocke Gewölbe ersetzt, Stuckornamente wurden angebracht und die Fensterformen verändert.
Um 1900 wird der Friedhof neu mit dem Eiben- und Thujabaumbestand gestaltet. Ausserdem werden neue schmiedeiserne Tore installiert.

Die Glocken

1961 wird das neue Geläut eingeweiht. Insgesamt gibt es 5 Glocken:

  • grosse Glocke B gegossen am 24. Juli 1961 durch Fa Rüetschi, Aarau (Lobet Gott den Herren)
  • alte grosse Glocke des gegossen von Rageth Mathis, Chur, 1788
  • Mittagsglocke F gegossen von Rageth Mathis, Chur, 1788
  • Hochzeitsglocke as gegossen am 24. Juli 1961 durch Fa Rüetschi, Aarau (Dienet dem Herrn mit Freuden)
  • Sturm- od. Wuhrglocke B gegossen am 24. Juli 1961 durch Fa Rüetschi, Aarau (Einer trage des andern Last)

Eine CD ist erhältlich, auf der beide Geläute (vor und nach 1961) neben Kommentaren und der Läuteordnung zu hören sind.

Die Orgel

Schon 1679 kaufte die Gemeinde bei Meister Caspar Zymermann ein neues Instrument und gab diesem über den Kaufpreis hinaus das "Rynthalische Positiv" (die frühere Orgel) in Zahlung. Die Orgel von 1679 stand auf einer kleinen Orgelempore vor dem Chorbogen gegenüber der Kanzel. Bei der Renovation 1921 wurde sie, um einen Prospektturm erweitert, in den Chor gestellt. Schon 1930 hatte diese Orgel ausgedient und wurde durch eine pneumatische Orgel ersetzt. 1981 wurde die heutige Orgel durch die Orgelbaufirma M. Mathis, Näfels eingebaut. Die Form, die Proportionen, das Schnitzwerk und die Farben sind der alten Orgel von 1679 nachempfunden.

Öffnungszeiten

Die Kirche ist tagsüber zu folgenden Zeiten geöffnet:
April bis Oktober: 8.30 bis 19 Uhr
November bis März: 9 bis 17 Uhr